Kaum hatten wir Mittwochabend eingecheckt ging es am Donnerstag auch schon wieder direkt weiter…nach Valparaiso…der bunten Stadt am Meer…das lag daran, dass für Donnerstag im Hostel in Santiago nichts mehr verfügbar war (1. Mai – Tag der Arbeit) und Valparaiso sowieso auf der Liste stand…die Busfahrt war für die südamerikanischen Zeitverhältnisse ein Schnäppchen…nur 1,5 Stunden…bereits bei der Einfahrt in die Stadt, die auf unzähligen Hügeln gebaut ist, konnten die ersten abenteuerlichen Hauskonstruktionen bestaunt werden…Hütte an Hütte in schwindelerregenden Höhen…jeder stärkere Regensturm wird mit Sicherheit hier für Verwüstung sorgen…oder eben auch ein Feuer…wie geschehen vor etwa 3 Wochen, als über 2.000 Häuser abbrannten…eine große nationale Katrastrophe in Chile…
unser Hostel…die Casa Aventura…war sehr zentral im historischen Viertel gelegen und somit gut geeignet um die Umgebung zu erkunden…zur Einstimmung machten wir uns auf zum Plaza Sotomayor…um 15 Uhr an einer kostenlosen Stadtbesichtigung teilzunehemen (am Ende zahlt man dann normalerweise doch etwas…Trinkgeld)…die Gruppe war riesig…bestimmt 30 Personen allein in der englischsprachigen Gruppe…und so viel es auch nicht weiter auf, als wir kurz vor Ende der Tour „abhanden kamen“…allerdings nicht beabsichtigt…uns liefen einige Leute über den Weg, die wir aus Pucon kannten…und während wir erörterten, was am Abend so ansteht war die City Tour Gruppe auch schon verschwunden…auch gut…wieder ein paar Peso gespart…wir sind dann zusammen mit den Jungs weitergezogen, um in irgend einem Schuppen FIFA 14 auf der Playstation zu zocken…wir haben jedenr gegen jeden ein Turnier gespielt und das war dann auch echt witzig…leider hab ich mal wieder abgeloost…die olle Steuerung…verflixt und zugenäht…mein Burschi Syndrom…abends sind wir dann noch in eine Pizzeria…denn Computerspielen macht hungrig!…Am nächsten Morgen ging nach einem ausgiebigen Frühstück zum Haus von Pablo Neruda…einem der größten chilenischen Schrifsteller und Künstler…wir folgten der Avenida Alemania….die sich oberhalb der ersten Hügelkette durch die Häuserschluchten schlängelte…überall kunterbunte Graffities an den ohnehin schon bunten Fassaden der Häuser und Mauern…ein sehr spezielles Flair…Valparaiso ist bekannt für seine Straßenkunst…und das war vermutlich auch einer der Gründe weshalb Neruda unbedingt an diesem Ort ein Haus haben wollte. Wir erreichten schließlich sein ehemaliges Domizil…ein vierstöckiges Vermächtnis seines Lebensstils und Schaffens..sehr sehenswert und absolut zu empfehlen…auf dem Rückweg gab es eine Art Pseudodöner zum Mittag bevor wir wieder gen Santiago aufbrachen…einerseits fasziniert von der Kunst und dem Stil Valparaisos…andererseits froh unbeschadet dieses Kurztrip überstanden zu haben…denn es ist schon etwas komisch, wenn man im Hostel zur Einweisung eine Liste erhält, wo mehrere mögliche Trickdiebstahlarten aufgelistet werden…ohne dieses permanente Gefühl der Unsicherheit bezüglich des Eigentums und der eigenen Gesundheit könnte man die Stadt sicherlich deutlich intensiver und entspannter genießen…aber hey..wir sind eben in Südamerika und nicht in Traben Trabach…
Am Samstag war in Santiago dann super Wetter und zum ersten Mal konnte man tatsächlich die Anden bestaunen…wow…wir nutzen sofort die Gelegenheit San Cristobal zu besichtigen…eine Statue auf einem 400m hohen Hügel…direkt 5 min Fußweg vom Hostel entfernt…per Funikular (einer Art Seilbahn) ging es hinauf und was soll man sagen…ein riesiges Häusermeer erstreckte sich vor den Augen des Betrachters…eine echt tolle Aussicht…abends trafen wir noch Khalid und Francesco in die Bar The Clinic …sehr cool…
nach einem entspannten Sonntag…bei dem wir eine Zeitlang einen Dance-Hall-King-Kontest bestaunten, verlassen wir heute Chile…chao!…und bienvenidos Argentina!
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